Die Milz liegt unterhalb des linken Rippenbogens, hinter dem Magen im Oberbauch. Da sie dem Zwerchfellaufliegt, ist sie atemverschieblich. Sie ist nur bei sehr schlanken Menschen oder bei Erkrankungen, die mit einer massiven Milzschwellung einhergehen, tastbar.
Unter einer Schicht des Bauchfells, ist die Milz von einer Bindegewebskapsel umgeben, von der bindegewebige Stränge, die so genannten Balken (oder auch Trabekel) in die Milz hineinragen. Diese Trabekel umschließen die Pulpa, das eigentliche Milzgewebe. Makroskopisch betrachtet weist die Milz ein dunkelrotes Gewebe, die rote Pulpa auf. In dieser roten Pulpa sind kleine weiße Knötchen erkennbar. Diese Lymphfollikel bilden die weiße Pulpa.
Blutmauserung
In der roten Pulpa wird das Blut gefiltert. Hier werden alte oder abnorme Erythrozyten (rote Blutkörperchen) abgefangen und durch Makrophagen (Fresszellen) aufgenommen und abgebaut. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als "Blutmauserung". Neben 30% der weißen Blutkörperchen des Körpers, speichert die Milz auch Blutplättchen (Thrombozyten). Bei erhöhtem Thrombozytenverbrauch z.B. bei Blutungen können so schnell viele der Blutplättchen ausgeschüttet werden. Das ist deshalb so wichtig, weil Thrombozyten eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen.
Bis zu einem Alter von ungefähr sechs Jahren, spielt die Milz eine wichtige Rolle bei der Blutbildung und ist somit ein lebenswichtiges Organ. Erwachsene benötigen ihre Milz nicht zwingend, da die Funktionen von anderen Organen wie der beispielsweise der Leber übernommen werden. Die Milz spielt trotz dessen eine nicht zu unterschätzende Rolle bei derImmunabwehr. Sie produziert unter anderem Lymphozyten, Antikörper und verschiedene Schutzstoffe.
Schwachstelle Milz
Erkrankungen der Milz sind eher selten. Besonders gefährlich ist eine Milzruptur infolge einer Rippenverletzung. Da die Milz bis zu 5% der Gesamtdurchblutung des Körpers enthält, ist die Gefahr an einer Milzverletzung zu verbluten sehr groß.
Milzvergrößerungen treten meist infolge von anderen Erkrankungen auf. Unter anderem können Leukämien, rheumatologische Erkrankungen und diverse Infektionskrankheiten eine Milzschwellung verursachen

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