Mittwoch, 24. April 2013

Milz


Milz 
Die Milz liegt unterhalb des linken Rippenbogens, hinter dem Magen im Oberbauch. Da sie dem Zwerchfellaufliegt, ist sie atemverschieblich. Sie ist nur bei sehr schlanken Menschen oder bei Erkrankungen, die mit einer massiven Milzschwellung einhergehen, tastbar.
Unter einer Schicht des Bauchfells, ist die Milz von einer Bindegewebskapsel umgeben, von der bindegewebige Stränge, die so genannten Balken (oder auch Trabekel) in die Milz hineinragen. Diese Trabekel umschließen die Pulpa, das eigentliche Milzgewebe. Makroskopisch betrachtet weist die Milz ein dunkelrotes Gewebe, die rote Pulpa auf. In dieser roten Pulpa sind kleine weiße Knötchen erkennbar. Diese Lymphfollikel bilden die weiße Pulpa.

Blutmauserung


In der roten Pulpa wird das Blut gefiltert. Hier werden alte oder abnorme Erythrozyten (rote Blutkörperchen) abgefangen und durch Makrophagen (Fresszellen) aufgenommen und abgebaut. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als "Blutmauserung". Neben 30% der weißen Blutkörperchen des Körpers, speichert die Milz auch Blutplättchen (Thrombozyten). Bei erhöhtem Thrombozytenverbrauch z.B. bei Blutungen können so schnell viele der Blutplättchen ausgeschüttet werden. Das ist deshalb so wichtig, weil Thrombozyten eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen.
Bis zu einem Alter von ungefähr sechs Jahren, spielt die Milz eine wichtige Rolle bei der Blutbildung und ist somit ein lebenswichtiges Organ. Erwachsene benötigen ihre Milz nicht zwingend, da die Funktionen von anderen Organen wie der beispielsweise der Leber übernommen werden. Die Milz spielt trotz dessen eine nicht zu unterschätzende Rolle bei derImmunabwehr. Sie produziert unter anderem Lymphozyten, Antikörper und verschiedene Schutzstoffe.

Schwachstelle Milz


Erkrankungen der Milz sind eher selten. Besonders gefährlich ist eine Milzruptur infolge einer Rippenverletzung. Da die Milz bis zu 5% der Gesamtdurchblutung des Körpers enthält, ist die Gefahr an einer Milzverletzung zu verbluten sehr groß.
Milzvergrößerungen treten meist infolge von anderen Erkrankungen auf. Unter anderem können Leukämienrheumatologische Erkrankungen und diverse Infektionskrankheiten eine Milzschwellung verursachen

Montag, 22. April 2013

Bauchspeicheldrüse


Die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) ist 12 bis 18 Zentimeter lang und wiegt etwa 70 bis 80 Gramm. Die Drüse liegt quer im Oberbauch hinter dem Magen. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung und der Kontrolle des Zuckerstoffwechsels und produziert dafür

Enzyme, die Nahrungsbestandteile im Darm spalten sowie
Hormone wie Insulin, mit denen der Zuckerspiegel im Blut konstant gehalten wird.

Die Bauchspeicheldrüse besteht aus einem Kopf, einem Körper und einem spitz zulaufenden Schwanz. In ihrem Inneren befinden sich viele kleine Drüsenzellen. Über 99 % der Drüsenzellen produzieren Verdauungssaft – pro Tag etwa 1,5 bis 2 Liter. Dieser „Bauchspeichel“ wird in den Darm abgegeben. Der klare, farblose Saft besteht hauptsächlich aus Wasser und enthält Salz, Natriumbikarbonat und Verdauungsenzyme. Das Natriumbikarbonat neutralisiert den sauren Magensaft im Nahrungsbrei und sorgt so dafür, dass die Verdauungsenzyme optimal wirken können. Außerdem hilft der Verdauungssaft, Eiweiß, Zucker und Fette aufzuspalten.

Zwischen den Verdauungssaft produzierenden Drüsenzellen befinden sich wie Inseln kleinste Ansammlungen anderer Drüsenzellen (auch Langerhans-Inseln genannt). Diese Inselzellen stellen Insulin, Glukagon und andere Hormone her und geben sie an das Blut ab. Die Hormone sorgen dafür, dass der Zuckerspiegel im Blut weder zu hoch noch zu niedrig ist.

Steigt der Zuckerspiegel im Blut, beispielsweise nach einer Mahlzeit, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Insulin gelangt dann ins Blut und sorgt dafür, dass der Zucker im Blut, den wir durch Essen und Trinken aufgenommen haben, in die Körperzellen transportiert und dort in Energie für den Körper umgewandelt wird. Außerdem regt Insulin Leber und Muskeln dazu an, Zucker zu speichern, und bremst die Neuproduktion von Zucker in der Leber. Durch diese Maßnahmen sinkt der Zuckerspiegel im Blut.

Sinkt der Zuckerspiegel im Blut, gibt die Bauchspeicheldrüse Glukagon an das Blut ab. Dieses Hormon regt die Leberzellen an, gespeicherten Zucker freizusetzen. Zusätzlich sorgt Glukagon dafür, dass die Leberzellen Zucker aus anderen Stoffen neu herstellen. Wenn der Zuckerspiegel im Blut angestiegen ist, wird die Glukagon-Freisetzung wieder gebremst.

Lunge


Die Lunge verdient unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Ähnlich wie die Haut steht sie in ständigem, intensivem Kontakt mit der Umwelt und erbringt dabei Spitzenleistungen.

Die Lunge versorgt den Körper mit Sauerstoff. Und Sauerstoff ist Leben. Die Lunge ist daher eines der wichtigsten Organe. Sie liegt gut geschützt im Brustkorb, gleich hinter den Rippen und dem Brustbein. Man spricht zwar meist von „der Lunge“, das Organ besteht aber eigentlich aus zwei Teilen: dem rechten und dem linken Lungenflügel. Einschnitte unterteilen den linken Flügel in zwei, den rechten in drei Lungenlappen. Als Transportweg für die Atemluft dient das Bronchialsystem, das wie ein auf dem Kopf stehender Baum aufgebaut ist. Von der Luftröhre ausgehend unterteilt sich der „Hauptstamm“ in zwei Hauptbronchien. Von diesen Hauptbronchien gehen wie Äste viele weitere Bronchien ab, die sich in den Lungenflügeln verzweigen. Sie werden gestützt und geschützt von Spangen und Plättchen aus Knorpeln, die die Bronchien für die durchströmende Atemluft offen halten. Ihre Gefäßwände besitzen außerdem Muskeln, die sich zusammenziehen können. Auf diese Weise können sich die Bronchien bei Bedarf verengen.

Auch die kleinsten Ästchen der Bronchien, die rund einen Millimeter großen Bronchiolen, verzweigen sich ein weiteres Mal: An ihrem Ende sitzen wie die Blätter einer Baumkrone die insgesamt 300 bis 400 Millionen Lungenbläschen – oder Alveolen – des Atmungsorgans. „Würde man die Oberflächen aller Lungenbläschen ausbreiten, wären diese insgesamt so groß wie ein Tennisplatz“, veranschaulicht Univ.-Prof. Dr. Michael Studnicka, Vorstand der Salzburger Universitätsklinik für Pneumologie. Die Alveolen sind der Endpunkt und das Ziel des Atemluft-Transports, denn hier findet der Gasaustausch statt.

Bei jedem Atemzug füllen sich die Lungenbläschen mit Luft. Sie sind, getrennt nur durch eine durchlässige, hauchdünne Membran, von einem feinen Netz aus Blutgefäßen umgeben. Der Sauerstoff der eingeatmeten Luft passiert diese Membran, die etwa zehn Mal so dünn ist wie ein menschliches Haar. Anschließend gelangt er in die feinen Blutgefäße, die sogenannten Kapillaren, die ihn über die Blutbahn in die Körperzellen leiten. Diese brauchen den Sauerstoff, um damit Traubenzucker, Fette und Eiweiße zu „verbrennen“. Auf diese Weise stellt unser Körper die Energie her, die er zum Leben und Funktionieren benötigt. Ein Abfallprodukt dieser Energieerzeugung ist das giftige Kohlendioxid, von dem der Körper über die Lungenbläschen täglich etwa ein Kilogramm abgibt. Der Gasaustausch in der Lunge funktioniert also auch umgekehrt: Über die Lungenbläschen gelangt das Kohlendioxid in die kleineren Bronchien und zu den Hauptbronchien, dann weiter zur Luftröhre und schließlich aus dem Körper hinaus. Beim Atmen arbeitet die Lunge wie ein Blasebalg, der durch die Muskeln des Zwerchfells und die Zwischenrippenmuskulatur bewegt wird.

Der erwachsene Mensch holt pro Minute ungefähr 12- bis 15-mal Luft – pro Zug geht jeweils etwa ein halber Liter Luft ein und aus. Pro Tag bewegt sich die Lunge zirka 20.000 Mal. Wer sportelt oder schwer arbeitet, kommt auf weit mehr Atemzüge. Läufer brauchen zum Beispiel 60 Liter Atemluft pro Minute, schlafende Menschen hingegen nur etwa fünf Liter. Die Lunge fungiert aber nicht nur als „Gasaustauscher“, sie hat noch eine weitere wichtige Funktion. Zum einen feuchtet sie die eingeatmete Luft an, was den Schleimhäuten, die die Bronchien umhüllen, guttut. Zum anderen befördern die beweglichen Flimmerhärchen auf der Oberfläche der Bronchien Unerwünschtes aus der Lunge: Eingeatmeter Staub und Dreck, Pollen, Bakterien und andere Krankheitserreger werden reflexartig ausgehustet oder unwillkürlich verschluckt.

Kein Zurück
Die Bronchialästchen und die Lungenbläschen sind zarte Gebilde. Das ist von der Natur so vorgesehen, damit der Gasaustausch optimal funktioniert. Es bringt aber auch Nachteile: Ihre Flimmerhärchen und Schleimhäute sind nur bis zu einem gewissen Grad belastbar. Auf häufig wiederkehrende Reize wie Zigarettenrauch, Luftschadstoffe und häufige Infektionen reagieren sie sehr empfindlich bis hin zum unwiderruflichen Absterben. „Wenn ein Lungenbläschen erst einmal zerstört ist, gibt es kein Zurück“, erklärt Dr. Studnicka. Bei langjährigen Lungenkrankheiten bildet das kaputte Gewebe schließlich wabenartige Löcher in der Lunge – das sogenannte Emphysem. Ein Vorgang, der nicht geheilt, sondern nur gestoppt werden kann.

Eine rechtzeitige Behandlung ist daher gerade bei der Lunge besonders wichtig. Leider ist das oft nicht der Fall. Dass COPD – die chronisch obstruktive Lungenerkrankung – in frühen Stadien so selten aufgedeckt wird, ist besonders alarmierend. Zigarettenrauch ist der wichtigste Verursacher. Doch nicht nur Raucher erkranken daran! Das belegt eine Studie, die unter der Leitung von Professor Studnicka gemacht wurde.

„Lungenkiller“
Dabei zeigte sich, dass auch 5,5 Prozent der Nie-Raucher an der Erkrankung leiden. Etwa eine Million Österreicher dürften an einer COPD laborieren. Rund 50.000 davon leiden an der schwersten Form, bei der schon die geringste körperliche Anstrengung Atemnot verursacht! Viele der Erkrankten in einem frühen Stadium wissen nichts von den Atemproblemen, die ihnen unweigerlich drohen, wenn die Erkrankung nicht in Schach gehalten wird und sie nicht mit dem Rauchen aufhören. „Dabei ist Raucherentwöhnung eine der effizientesten Vorsorgemaßnahmen und kann einen enormen Gewinn an Lebensjahren bringen“, erklärt Primar Studnicka, der sich auch als Anwalt für die Lungengesundheit versteht. Nikotin ist noch immer die Nummer eins unter den Gefahren für die Lunge: „Die Lunge eines Rauchers altert drei bis vier Mal so schnell wie die eines Nichtrauchers“, so Studnicka. Ohne Schädigungen, wie sie natürlich auch durch Umweltbelastungen auftreten, sei die Lunge auch im Alter ein leistungsstarkes Organ.

Leider ist es mit einem Rauchstopp alleine nicht getan. Denn für die Entwicklung der COPD und anderer Lungenkrankheiten spielen auch die Feinstaubbelastung und hier vor allem die Verkehrsbelastung in der Luft eine Rolle. Österreichweit sorgen Dieselabgase laut Angaben der Österreichischen Ärztekammer für rund 33.000 Asthmaanfälle pro Jahr und für viele andere Lungenprobleme. Sich an die 100-km/h-Beschränkung auf der Autobahn zu halten oder öfter mal das Auto stehen zu lassen, rettet daher indirekt Menschenleben.

Leber


Die Leber

Mit ihren ca. 1,5 kg Gewicht ist die Leber die größte Drüse des erwachsenen, menschlichen Körpers. Die Leber wird als Drüse bezeichnet, da sie ca. einen halben Liter Galle pro Tag produziert und so in die Fettverdauung eingreift.
Die Leber erfüllt als zentrales Stoffwechselorgan lebenswichtige Funktionen. So reguliert Sie neben dem Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel auch den Mineral-, Vitamin- und Hormonhaushalt und ist an allen Lebensvorgängen im Körper beteiligt.
In ihrer Funktion als Speicherorgan speichert die Leber wichtige Nährstoffe, wie z.B. Zucker und Vitamine und kann, wenn sie gesund ist, die Zellen im Körper im Notfall bedarfsgerecht aus ihren Vorräten versorgen.
Die Leber ist außerdem das wichtigste Entgiftungsorgan unseres Körpers. Sie reinigt das Blut von vielen giftigen Substanzen.
Schließlich fungiert die Leber als Kontrollorgan und gewährleistet so eine normale Blutzusammensetzung. Dies ist notwendig, damit die Hirnfunktionen ablaufen können.
Diese vielen Funktionen der Leber unterstreichen ihre große lebens- und gesunderhaltende Bedeutung und die Aussage “ohne Leber läuft nichts”.
Wenn die Leber erkrankt und ihre Funktionen nicht mehr erfüllen kann, kann das für den Körper gefährlich werden. Zwar ist die Leber in der Lage sich von Schädigungen und hoher Beanspruchung bis zu einem gewissen Maß wieder zu erholen, aber anhaltende Schädigungen wie z.B. ständiger Alkoholkonsum überfordern die Leber so, dass die Fähigkeiten zur Regeneration verloren geht. Ist die Leber erkrankt oder wird sie durch Alkohol, fettreiche Ernährung oder Umweltgifte geschädigt, gerät die Gesundheit in Gefahr.
Die Leber ist nicht schmerzempfindlich. Missempfindungen können aber durch die Vergrößerung des Organs entstehen, dies äußert sich teilweise als sogenannter Kapselschmerz. Die für manche Lebererkrankungen, typische Gelbfärbung der Haut, entsteht durch den gestörten Abfluss der Gallenflüssigkeit.
Zur Diagnose werden Laborparameter und Ultraschall-Untersuchungen herangezogen. Andere Verfahren werden meist nur bei spezieller Fragestellung angewendet.
Eine besondere Ernährung ist bei den meisten Lebererkrankungen nicht erforderlich. Die früher verordneten “Leberdiäten” werden durch eine ausgewogene, bedarfsdeckende Ernährungsweise ersetzt.

Fettleber
Wenn mehr als 50% der Leberzellen verfettet sind, spricht man von einer Leberverfettung, der häufigsten Lebererkrankung in Deutschland. Zirka ein viertel der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Fettleber. Die Ursachen sind meistens Überernährung oder erhöhter Alkoholkonsum. Allerdings können auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder andere hormonelle Erkrankungen als Ursache in Frage kommen. Als weitere Ursachen seien hier noch die Erkrankung “Sprue”, Vergiftungen durch Chemikalien und Medikamente genannt.
Handelt es sich um eine, durch Übergewicht oder Alkohol hervorgerufene Leberverfettung, wird eine langfristige Gewichtsreduktion und ein weitgehender Verzicht auf Alkohol empfohlen. Wenn die Gewichtsreduktion zu drastisch erfolgt kann es zur Fettleberentzündung kommen.
Regelmäßige Bewegung (viermal 30 Minuten pro Woche) unterstützt die Ernährungstherapie und hat nachweisbar positive Auswirkungen auf die Fettleber.

Hepatitis
Entzündungen der Leber entstehen durch Viren oder auf autoimmunologischer Grundlagen. Durch Viren hervorgerufene Leberentzündungen gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Aus einer akuten Leberentzündung kann im Fall der Hepatitis B, C oder D eine chronische Verlaufsform entstehen.
Eine bestimmte Ernährung wird nicht empfohlen. Da bei einigen Leberentzündungen der Patient sehr wenig Appetit hat, ist auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen zu achten.


Herz

Wie arbeitet das Herz? 
Zwei Pumpen treiben das Blut durch die Blutgefäße im Kreis herum. In allen höheren Lebewesen haben sich linkes und rechtes Herz zu einem einzigen Organ zusammengeschlossen. 
Das Herz besteht aus zwei Kammern und ist normalerweise 300 Gramm schwer. Es zieht sich 60 bis 70mal in der Minute zusammen. Mit 100.000 Schlägen presst das Herz täglich 15.000 Liter Blut durch die feinen Kapillarnetze der Organe. Dabei leistet das faustgroße Organ die selbe Arbeit wie ein Lastenträger, der 30 Zentner Kohlen vom Hof hinauf in den 3. Stock schleppt. Wohlgemerkt ist das nur die Mindestleistung. Bei jeder größeren Anstrengung leistet das Herz fünfmal so viel. 
Während jeder andere Muskel vom Gehirn kommandiert wird, besitzt das Herz einen eigenen Schrittmacher: den Sinusknoten, das ist eine hirsekorngroße Ansammlung von Nervenzellen in der Wand des rechten Vorhofs. Dieser Knoten erteilt dem herzen elektrische Befehle, die sich während des Herzschlags über den ganzen Körper ausbreiten. 
 
Wie bewegt sich das Blut durch den Körper? 
Der Körper eines gesunden Erwachsenen enthält fünf Liter Blut. Die beiden Herzhälften treiben es 1500mal am Tag im Kreis herum. Bei jedem Herzschlag werden jeweils etwa 0,075 Liter sauerstoffreiches Lungenblut vom linken Herzen in die größte Körperschlagader, die Aorta, gepumpt. Eine gesunde Aorta ist dick und zäh wie ein Gartenschlauch, hat aber eine hochelastische Wand. Bei jedem Herzschlag bläht sie sich, schrumpft aber schon eine Viertelsekunde später wieder auf ihre ursprüngliche Dicke zusammen. Während das linke Herz wieder erschlafft und neues Lungenblut ansaugt, wird die gleiche Menge Blut vom rechten Herzen in die Lungen gepumpt. 
Das Blut aus der Aorta gelang in die Arterien, das sind alle Adern, die das Blut vom Herzen weg in den Körper leiten. Diese großen Schlagadern verzweigen sich wie Bäume. 
Normalerweise fließt ein Siebentel des Aortenblutes durch das Gehirn, ein Zehntel durch den Herzmuskel, ein Viertel durch die Nieren, ein Fünftel durch die Verdauungsorgane und ein Drittel durch Muskeln, Haut und Knochen. 
Außer den Arterien gibt es noch die Venen. Von der treibenden Kraft des Herzschlags ist dort nichts mehr zu spüren. Das Venenblut sammelt sich schließlich in den Venenstämmen und stömt von dort durch die Hohlvenen ins rechte Herz. Das dunkelrote Blut gelangt von dort in die Lunge, wird wieder mit Sauerstoff angereichert, sammelt sich hellrot in den beiden großen Lungenvenen, die es ins linke Herz zurückleiten. Damit ist der Blutkreislauf geschlossen.